Blepharoplastik


Die Augen sind der herausragende Teil des Gesichtes. Sie ermöglichen nicht nur das korrekte Sehen, sondern zeigen auch die vielfältige Palette der Gefühle und bilden den wichtigsten Eindruck für das Gegenüber "auf den ersten Blick".

Die Haut von Ober- und Unterlidern ist die dünnste des gesamten Körpers und deshalb werden auch hier die ersten Anzeichen des Alterns sichtbar.

Mit zunehmendem Alter kommt es zur Verminderung der Hautelastizität und somit zur Erschlaffung von Gewebestrukturen rund um die Augenpartie. In Folge dessen kommt es zum Absinken der Augenbrauen, der Ansammlung von Haut auf den Lidern und Bildung von Fettsäckchen. Auf den Oberlidern entsteht durch die vermehrte Haut ein Überhang, dieser wird mit der Zeit immer grösser und die Augen werden dadurch immer enger und kleiner. So kann ein Ausdruck von Alter und Müdigkeit entstehen. Manchmal ist der Lidüberhang so groß, dass man den Kopf hochhalten muss um klarer zu sehen; dies kann zu Schmerzen im Nacken und der Halswirbelsäule führen. Der Lidüberhang engt das Gesichtsfeld ein und der Druck der überschüssigen Haut auf den Augenapfel verändert den dioptrischen Wert des Auges, dadurch verschlechtert sich auch das Sehen weiter.

Die Degeneration / Alterung der dünnen Häute hat auch zur Folge, dass der natürliche Fettkörper, der sich in der Augenhöhle befindet und das Auge schützt, nach vorne herausgedrückt wird. So bilden sich Vorwölbungen auf Ober- und Unterlid. Im Oberlidbereich vorwiegend am Innenlidwinkel und in der Mitte des Lides, auf dem Unterlid können die Säckchen sich entlang des gesamten Unterlides verteilen.

Die Blepharoplastik ist die häufige Operation bei Frauen und auch bei Männern, hier wird überschüssige Haut zusammen mit einer Muskelschicht und mit dem überschüssigen Fett abgetragen.

Vor der Operation:

führt mit dem Arzt ein ausführliches Gespräch. Der Patient teilt seine Erwartungen mit und der Arzt sagt ihm, ob seine Erwartungen realisierbar sind.

Wichtig ist, dass der Patient die Liste der Medikamente mitbringt, die er derzeit einnimmt. Medikamente, die die Gerinnungsfähigkeit beeinflussen müssen meist 1-2 Wochen vor der OP absetzt werden z.B. Medikamente wie Marcumar, ASS, Xarelto, Clopidogrel, Paracetamol, Ibuprophen, u.a. Dies sollte auch mit dem behandelnden Internisten / Kardiologen abgesprochen werden.

Es ist sehr sinnvoll, wenn der Patient aktuelle Werte der Gerinnungsfähigkeit mitbringt, so können Blutungen während der OP vermindert und auch postoperative Hämatombildung (blaue Flecken) verringert werden.

Operation:

Die OP wird in lokaler Betäubung durchgeführt und dauert etwa 60 - 90 Minuten. Es werden beide Augen gleichzeitig operiert. Auch die OP von Ober- und Unterlidern in einer Sitzung ist möglich. Dann kann die postoperative Heilung etwas verlängert sein.

Der Schnitt auf dem Oberlid wird in der natürlichen Hautfalte geführt, so dass die feine spätere Narbe versteckt bleibt. Am Unterlid wird der Schnitt ca. 2 mm unter den Wimpern geführt, die dann die feine Narbe verdecken.

Postoperative Heilung:

Gleich nach der OP gibt es eine Schwellung und Hämatombildung (blaue Flecken), die im Laufe von 1-2 Wochen verschwinden. In den ersten Tagen nach der OP sollte man ein ruhiges Regime einhalten d.h. keine schwere Dinge heben, sich nicht nach vorne beugen, mit leicht erhöhtem Kopf schlafen. Hilfreich sind kühle Umschläge, dies beschleunigt die Verminderung der Schwellungen.

Die Wunde wird mit feinem Nahtmaterial genäht, dieses Material wird am 7. Tag nach der OP entfernt. In den folgenden 2-3 Wochen ist es hilfreich eine sanfte Massage der Narben zu machen. In seltenen Fällen kann die Schwellung der Lidränder einige Monate anhalten.